Archiv für Februar 2013

Verboten – Verfolgt – Vergessen

Die Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauerzeit

Ein Film von Daniel Burkholz

Sonntag 17. März 2013
um 15.00 Uhr
im VEB Siegen, Marienborner Str. 16

Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Vor diesem Hintergrund plante die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Innerhalb weniger Wochen wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte.

Alle BürgerInnen, die gegen die Wiederbewaffnung oder für die Wiedervereinigung waren, galten nun als StaatsfeindInnen. Ungefähr 200.000 Menschen wurden politisch verfolgt – häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die ihr Handwerk noch in der Nazizeit gelernt hatten – und ca. 10.000 von ihnen zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Oftmals wurde ihre Existenz zerstört. „Verboten-Verfolgt-Vergessen“ erzählt die Geschichte dieser Menschen.

Über dieses Kapitel deutscher Geschichte wurde bislang weitgehend der Mantel des Schweigens ausgebreitet. (Peter Kleinert, Neue Rheinische Zeitung)

Der Film macht die Gründungsgewalt der BRD mit Originalaufnahmen anschaulich… . (Matthias Reichelt, Junge Welt)

Die Stärke des Films liegt darin, dass er auf jede Heroisierung verzichtet und aufzeigt, wie sich die Verfolgung auch auf das Umfeld der Betroffenen auswirkte. (Peter Nowak, der Freitag)

Wie wenig sich diese Verfolgungspraxis mit dem offiziellen Anspruch als “demokratischer Rechtsstaat” vertrug, macht Burkholz an vielen Stellen seines Films deutlich. (Hans-Günther Dicks, Unsere Zeit)

Dass das Bundesjustizministerium dem Regisseur des Films kein Interview geben wollte, dürfte wenig erstaunlich sein. (Thomas Blum, Neues Deutschland)

Link zum Trailer

Eine gemeinsame Veranstaltung von DKP Siegen und VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein